Milena Kelterborn
Milena Kelterborn
kelterborn@oberlausitzer-ksb.de
03581 / 75008-16

Programm „Integration durch Sport“

Sport überwindet Grenzen und verbindet Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Hintergrund.

Unser Integrationsverständnis

Integration bedeutet für uns die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilnahme aller Menschen am gesellschaftlichen Leben und an sportlichen Strukturen – in ihrer Vielfalt und Heterogenität. Gleichzeitig erwarten wir von allen Teilnehmenden die Orientierung an rechtsstaatlichen und demokratischen Grundwerten.

Was ist das Programm?

„Integration durch Sport“ ist ein Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), das seit den 1980er-Jahren mit vielfältigen Angeboten die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte unterstützt. Gefördert wird es durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Kernidee: Sport als Brücke zwischen Menschen verschiedener Kulturen

Zielgruppe: Geflüchtete, Migrant/innen, Vereine und Ehrenamtliche

Rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung wurde im Ausland geboren oder hat mindestens einen Elternteil mit Zuwanderungsgeschichte und gilt damit definitionsgemäß als Menschen mit Migrationshintergrund. Dieser Begriff beschreibt nicht nur eine individuelle Zugehörigkeit, sondern auch die Vielfalt einer Gesellschaft in Bezug auf Herkunft, Sprache und kulturelle Prägung.

In Sportvereinen spiegelt sich diese Vielfalt jedoch unterschiedlich wider: Besonders Mädchen, Frauen, ältere Menschen und Geflüchtete sind dort deutlich seltener vertreten. Diese Gruppen gezielt anzusprechen, ist ein zentraler Schwerpunkt des Programms „Integration durch Sport“ (IdS).

Organisierter Sport bietet ein zentrales soziales Feld, um Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft einzubinden und gleichzeitig Sensibilität für Diversität zu fördern. Das sächsische IdS-Programm hat in den vergangenen Jahren ein breites Spektrum an Aktivitäten unter dem Motto „Mit Fairplay Vielfalt verbinden“ entwickelt. Ziel ist, Vielfalt als Bereicherung wahrzunehmen – nicht nur kulturell, sondern in allen soziodemografischen Merkmalen der Teilnehmenden. Gemeinsame Erfahrungen sollen dabei Vorurteile abbauen und ein respektvolles Miteinander stärken.

Ziele und Aufgaben des Programms:

  • Integration in den Sport: gleichberechtigte Teilhabe der Zielgruppen auf allen Ebenen
  • Integration durch Sport in die Gesellschaft
  • Abbau von Vorurteilen durch gemeinsame Aktivitäten
  • Förderung und Unterstützung von Vereinen als Ort der Integration
  • Unterstützung von ehrenamtlichem Engagement
  • Förderung der Interkulturellen Öffnung des Sports
  • Stärkung des Themas Integration in den Strukturen des Sports
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung des Programms

Wie funktioniert das Programm?

  • Vereinsförderung: Vereine können Unterstützung für Integrationsangebote beantragen
  • Bildung und Qualifizierung: Schulungen der Trainer/innen, Ehrenamtlichen und Vereinsmitglieder
  • Projekte und Aktionen: Turniere, Workshops und Sportfeste
  • Kooperationen: Zusammenarbeit mit Kommunen, Schulen und Initiativen

Hinweise zur Projektförderung

Es sind alle Mitgliedsorganisationen des Landessportbund Sachsen berechtigt eine Förderung zu erhalten.  Es können dabei Stützpunktvereine, Starthelfer, Veranstaltungen, Qualifizierungen und Informationsveranstaltungen gefördert werden.

In einer Erstberatung werden Konzeptideen und Projektmodalitäten besprochen. Im Anschluss an die Erstberatung werden die Antragsformulare verschickt.

Stützpunktvereine:

Stützpunktvereine sind Sportvereine, die im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“ gezielt gefördert werden, um gesellschaftliche Teilhabe und Integration durch sportliche Aktivitäten zu unterstützen. Sie besitzen für die Programmumsetzung einen zentralen Stellenwert, da sie eine regelmäßige, langfristige und kontinuierliche Arbeit vor Ort gewährleisten. Sie engagieren sich für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund sowie sozial benachteiligte Gruppen und bieten sportliche Aktivitäten als Brücke für interkulturellen Dialog und soziale Teilhabe. Dabei stehen Toleranz, Respekt und Gemeinschaft im Fokus.

Aufgaben der Stützpunktvereine:

  • Förderung von Chancengleichheit und Teilhabe am Sport für alle.
  • Entwicklung und Durchführung zielgruppenspezifischer Angebote, z. B. für Geflüchtete oder Kinder aus sozial schwachen Familien.
  • Aufbau von Netzwerken mit anderen Institutionen wie Schulen, Integrationszentren oder Kommunen.
  • Sensibilisierung und Schulung von Vereinsmitgliedern und Übungsleitern für Themen wie kulturelle Vielfalt und Antidiskriminierung.

Wie wird man ein Stützpunktverein?

Um Stützpunktverein zu werden, können interessierte Vereine einen Antrag beim Landessportbund Sachsen stellen. Voraussetzungen sind unter anderem ein bestehendes Engagement im Bereich Integration, die Bereitschaft zur Entwicklung neuer Angebote und die Teilnahme an Fortbildungen.

Unterstützung gibt es in Form von Beratung und Begleitung durch unsere Ansprechpartnerin.

Stützpunktvereine profitieren von einer umfassenden Förderung, darunter:

  • Finanzielle Unterstützung für Projekte, Trainingsmaterialien oder Veranstaltungen.
  • Beratung durch Integrationslotsen und Fachkräfte des Programms.
  • Zugang zu Fortbildungsangeboten für Übungsleiter und Funktionäre, um Kompetenzen im Bereich Integration und interkulturelle Zusammenarbeit auszubauen.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung für ihr Engagement, z. B. durch Auszeichnungen.

Unsere Stützpunktvereine